Laufende Forschungsprojekte

„Społem!“ / „Gemeinsam!“: Die Wechselbeziehung zwischen Literatur und Sozialwissenschaften in Polen um 1900 und ihre Nachwirkungen

Dauer: 48 Monate, Finanzierung bewilligt durch den SNF

Kroatisch während des Ustaša-Regimes (1941–1945): die Sprache der fiktionalen Prosa. Von telefon zu brzoglas

Symbolbild Kroatisch während des Ustaša-Regimes

Habilitationsprojekt von Dr. Elias Moncef Bounatirou

Das Projekt zur Geschichte des Kroatischen im Faschismus untersucht die Forschungsfrage, inwieweit sich sprachliche Spezifika des Kroa­ti­schen aus der Zeit des faschistischen Ustaša-Regimes (1941–1945) in fiktionalen Prosa­tex­ten der Zeit fest­stellen lassen, also Merkmale, die dieses Kroatisch von dem vorangehender Epochen unter­schei­den. Das Projekt analysiert ferner, was für Spezifika sich nachwei­sen lassen und inwiefern sie als Er­gebnis der faschistischen Sprachpolitik erklärbar sind. Im Zentrum der Untersuchung steht dabei der be­deu­ten­de Roman „Giga Barićeva“ (GB) von Milan Begović (1876–1948) und namentlich die Ge­schichte der sprach­lichen Zensur des Textes während des kroatischen Faschismus.

Sprache, Gewalt und Gewalterfahrung in Südost- und Osteuropa im 20. und 21. Jahrhundert

Wegweiser in Sarajevo

Dr. Elias Moncef Bounatirou, Dr. Rebecca Krug, Dr. Franziska Anna Zaugg

Die Forschungsplattform möchte mit innovativen Ansätzen dazu beigetragen, die interdisziplinäre Zusammenarbeit im Bereich Balkan zu fördern. Zunächst ist ein verstärkter Austausch im Bereich der geschichts-, sprach- und literaturwissenschaftlichen Erforschung des südosteuropäischen Raums geplant. Die Basis der Kooperation bilden dabei die Habilitationsprojekte der beteiligten WissenschaftlerInnen. Drei grundlegende Begriffe stehen bei allen Forschungsansätzen im Zentrum der Analyse und verbinden die Teilprojekte: Sprache, Gewalt und Gewalterfahrung.