Wege zum Auslandsstudium

Als StudentIn der Slavistik gibt es für Sie drei bereits ausgetretene Wege zu einem Auslandsstudium in einem slavischsprachigen Land: Mit Erasmus, über ein bilaterales Abkommen oder mit einem Regierungsstipendium.

Erasmuspartnerschaften


Erasmus macht alles einfach: Sie bewerben sich an der zuständigen zentralen Stelle (siehe unten) um einen Platz im Austauschprogramm und arbeiten später in Rücksprache mit uns einen Studienvertrag aus. Wenn Sie genommen werden – und i.A. gibt es mehr Plätze als Bewerber – bleiben Sie während des Aufenthaltes an der Heimatuniversität immatrikuliert, zahlen nur hier Studiengebühren und geniessen an der Gastuniversität alle Rechte eines dortigen Studenten; Sie bekommen ausserdem ein kleines Stipendium, das Ihnen hilft, die Unkosten zu decken. Erasmus ist ein Programm der EU, an der die Schweiz als vollberechtiges Mitglied teilnimmt. Das Prozedere ist europaweit einheitlich und recht unproblematisch: auf der Seite des Internationalen Büros in Bern bzw. den Seiten der Dienststelle für internationale Beziehungen in Freiburg finden Sie weitere Informationen.

Anmeldetermin für das jeweils folgende Studienjahr (HS/FS) ist der 28. Februar (Freiburg) bzw. 1. März (Bern).

Die Slavistik in Bern hat Erasmusverträge mit folgenden Universitäten abgeschlossen:

Bulgarien: St.-Kliment-Ohridski-Universität Sofia 
Polen: Universität Warschau , Jagiellonen-Universität Krakau
Tschechien: Karls-Universität PragMasaryk-Universität BrünnPalacký-Universität Olmütz
Slowenien: Universität Ljubljana
Italien: Universität Macerata
Kroatien: Universität Rijeka

Studierenden der Slavistik in Freiburg stehen folgende ausländische Universitäten als Zielorte für einen Erasmus-Austausch zur Verfügung:

Polen:
Uniwersytet Marii Curie-Skłodowskiej (Lublin)
Katolicki Uniwersytet Lubelski Jana Pawla II (Lublin)
Uniwersytet im. Adama Mickiewicza (Poznań)
Uniwersytet Kardynała Stefana Wyszyńskiego (Warschau)

Litauen:
Siauliai University (Siauli)


Bilaterale Abkommen

Mit Russland und den meisten anderen Staaten ausserhalb der EU können keine Erasmusversträge abgeschlossen werden; der Studentenaustausch beruht auf bilateralen Verträgen. Zur Zeit haben beide Institute solche Verträge mit der Universität Kazan in der Hauptstadt der autonomen rusischen Republik Tatarstan. Anträge für das Herbstsemester oder ein ganzes Studienjahr müssen bis zum 1. März, für das Frühlingssemester bis zum 1. Oktober gestellt werden. Obwohl hier auch Ausnahmen möglich sind, wird dazu geraten, sich frühzeitig am Institut zu melden und die Fristen nicht auszuschöpfen. Die Universität Kazan bietet im August ausserdem für internationale Studierende einen (kostenpflichtigen) vierwöchigen Sprachkurs an; hier ist die Antragsfrist der erste Juni.
Ausser den Antragsformularen, die Sie hier auf den Seiten der Universität Kazan finden, benötigen Sie einige weitere Papiere, etwa ein formloses Empfehlungsschreiben eines Dozierenden. Die Anträge werden dann von Prof. Dr. Yannis Kakridis (Bern), Elias Bounatirou (Bern) oder Dr. Christian Zehnder (Fribourg) eingereicht; sie beantworten gerne weitere Fragen und vermitteln Kontakte zu Studierenden, die im Rahmen des Austausches bereits in Kazan waren.

Seit dem Herbstsemester 2012 besteht ein bilaterales Abkommen der philosophisch-historischen Fakultät in Bern mit der philologischen Fakultät der Vysšaja škola ėkonomiki in Moskau. Hier läuft die Anmeldung direkt über das internationale Büro; Einzelheiten siehe hier. Anmeldetermine sind der 15. Januar (Herbstsemester), bzw. der 15.  Mai (Frühlingssemester). Unter Umständen ist dieser Austausch auch für in Freiburg immatrikulierte Studenten offen - bitte wenden Sie sich ans Berner Institut.

Daneben besteht ein bilaterales Abkommen mit der Universität Zagreb in Kroatien. Interessenten wenden sich hier bitte direkt an Prof. Dr. Yannis Kakridis.

 

Regierungsstipendien

Die Rektorenkonferenz der Schweizer Hochschulen, CRUS, verwaltet für etwa 40 Länder aussländische Regierungsstipendien, darunter auch für viele slavischsprachige Länder (etwa Kroatien, Polen, Russland, Slowenien, Slowakei und Tschechische Republik; siehe die aktuelle Liste hier). Stipendienhöhe, Leistungen im Land sowie Anforderungen an die Bewerber sind naturgemäss sehr unterschiedlich; so war etwa bisher jedes Jahr einkroatisches Regierungsstipendium für Studierende unserer Institute reserviert. Antragsfristen erfahren Sie über die Seite der CRUS oder ggf. über Rundmails, wenn wir direkt von der CRUS entsprechende Informationen bekommen. 
Wer sich für ein Regierungsstipendium interessiert, kann sich direkt an die CRUS wenden;  Prof. Dr. Yannis Kakridis (Bern) und Elias Bounatirou (Bern) oder Eliane Fitzé (Freiburg) helfen jedoch bei Fragen ebenfalls gerne weiter. Bitte informieren Sie uns kurz, wenn Sie sich direkt bewerben.

Stipendien für Sprachkurse

In kleineren Ländern gibt es manchmal auch Stipendien für Sprachkurse: so hat das Institut in Bern gewöhnlicherweise zwei Stipendiatenplätze für Slowenischlernende beim Seminar Slovenskega Jezika, Literature in Kulture, das jeden Sommer in Ljubljana stattfindet. Lernen Sie Slowenisch!